Interview mit Dr. med. Ruediger Dahlke

„Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“

Dr. med. Ruediger Dahlke im Interview zu seinem Buch zu den geistigen Gesetzen.

Dr. med. Ruediger DahlkeHerr Dr. Dahlke, warum haben Sie gerade jetzt ein Buch über die „Gesetze des Schicksals“ geschrieben? Das Thema wirkt sehr abstrakt, obwohl uns derzeit doch eine Menge konkreter gesellschaftlicher Probleme auf den Nägeln brennen…

Dr. Dahlke: Die Probleme, die uns heute auf den Nägeln brennen, sind ja großteils entstanden, weil wir und vor allem die Entscheidungsträger so wenig Ahnung von den großen Gesetzmäßigkeiten haben. Hätten die Banker vom Polaritätsgesetz gewusst, hätten sie sich niemals so blind immer weiter in einen Pol verrannt und das Geben gegenüber dem Nehmen nicht so gnadenlos überzogen. Hätten unsere Politiker nicht so wenig Ahnung von den Schicksalsgesetzen, hätten wir uns auch Fukushima ersparen können. Nun haben wir nach Tschernobyl schon das zweite Endlager dieser grauenhaften Art. Und wahrscheinlich brauchen wir noch eines, bis auch noch die Franzosen und die Russen dahinter kommen, dass es so nicht geht.

Sie zeigen in diesem Band auf, wie unser Leben grundlegend funktioniert, welchen Gesetzen es folgt. Es handelt sich dabei um Spielregeln des Lebens, die den meisten Menschen völlig unbekannt sind. Da sie sie nicht kennen, leben sie oft gegen diese Gesetze und leiden an den Folgen. Ist das nicht so?

Dr. Dahlke: Jedes Spiel hat seine Regeln. Man kann sie im Vorhinein lernen und wird dann von Anfang an erfolgreich mitspielen können. Man kann sie aber auch erst während des Spielverlaufs allmählich durch Versuch und Irrtum lernen. Das wird dauern und ist mit schmerzlichen Erfahrungen des Misserfolgs verbunden. Wer die Regeln nicht kennt, wird die anderen eher stören und ganz natürlich an den Rand gedrängt werden.

Sie bezeichnen das Gesetz der Polarität in Ihrem Buch sogar als das Wichtigste, warum?

Dr. Dahlke: Wir sind in Gefahr, das Gute zu wollen und das Böse zu schaffen und richten so viel Schaden an: Wenn ich eine Einseitigkeit betone oder fördere, rufe ich automatisch den Gegenpol hervor und erreiche langfristig das Gegenteil. Wer nur noch einatmet wie der Asthmatiker, kann daran ersticken. Wer nur noch wach bleiben will, wird so müde werden, dass sich der Schlaf fast mit Gewalt sein Recht holt. Wer gegen alle Eventualitäten impft und jedes Fieber niederbombt, wird zum Schluss anfällige Patienten ernten. Wer keine Entzündung und kein Fieber mehr zulässt, erntet Allergiker, wie sogar eine Studie zeigt. Wenn ich mir die Positiv-Denker und Affirmationsakrobaten ansehe, muss mir als Psychotherapeut einfach auffallen, wie häufig sie genau den Gegenpol heraufbeschwören. Wenn wir aber um den Schatten wissen, werden wir nicht so überrascht sein, wenn wir in den liebsten Menschen allmählich Züge entdecken, die uns eigene dunkle Seiten spiegeln. Gerade wenn ich das weiß, kann ich meine Partnerin weiter lieben und ihr sogar dankbar sein, weil sie jetzt auch noch zu meinem Spiegel wird und mir somit eine Therapie-Chance schenkt.

Dr. med. Ruediger Dahlke: Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs LebenAn einer Stelle schreiben Sie sogar: „Je weniger eine Gesellschaft ausschließt, an Verrücktheiten und Schatten, desto lebendiger ist sie einerseits, desto sicherer andererseits.“ Ist das wirklich so? Sollen wir alle umarmen, einschließlich der Straftäter, der Terroristen, der Neonazis, korrupter Banker oder anderer Menschen, die wir nicht mögen, um „lebendiger“ zu werden?

Dr. Dahlke: Umarmen und nicht ausschließen ist ja nicht ganz dasselbe. Warum sind denn jetzt so viele so wütend auf die Banker? In fast jedem steckt doch ein (kleiner) Spekulant. Viele Banker haben es natürlich sehr dreist getrieben und deshalb bekommen sie jetzt die Projektionen all jener kleinen Möchte-gern-Spekulanten ab, die noch nie eine große Chance hatten, leicht ans große Geld zu kommen, das aber auch sehr gern wollten. Den Spekulanten in uns können wir eh nicht vertreiben, also sollten wir es uns mit den äußeren Spekulanten auch überlegen.

Ihr neues Buch enthält eine Fülle von farbigen Bildern und Übungen. Man hat wirklich den Eindruck eines Lebenswerkes, das lange Zeit hatte, zu reifen. Wie kam es dazu?

Dr. Dahlke: 20 Jahre brachte ich genau die Schritte, die sich mir durch die Entdeckung der Gesetze eröffnet hatten, anderen Menschen bei. Das „Archetypische Medizin I“-Seminar lehrte eine Woche lang im Wesentlichen die Gesetze der Polarität und Resonanz, das Gesetz des Anfangs und das des Teils im Ganzen, das Pars-pro-toto-Gesetz. Das Ergebnis ist nun das neue Buch. Wir können - jenseits von Konkurrenz - mit Synergien so viel besser fahren auf unserem eigenen Lebensschiff, aber auch auf dem gemeinsamen Raumschiff „Erde“. Auch dafür ist die Zeit reif, zu erkennen, dass das Prinzip der Liebe und Kooperation letztlich mächtiger ist als die Vorstellung vom Gesetz der Dominanz des Stärksten.

Zum Buch

Das Besondere an „Die Schicksalsgesetze“ sind zahlreiche Tipps zum richtigen Umgang mit den Gesetzen im Alltag und bei den großen Lebensthemen. „Nichts lohnt mehr als das Erlernen der Gesetze des Lebens und ihre Anwendung in der richtigen Reihenfolge“, ist sich Rüdiger Dahlke sicher. „Würden wir mehrheitlich die Gesetze kennen, wie sie dieses Buch lehrt, hätten wir es ungleich leichter mit unserer Gesundheit, unseren Partnerschaften und dem Berufsleben. Wir ließen uns auch nicht mehr über Panikkampagnen vor den Karren von Pharma- und Impfindustrie spannen oder auf der Finanzebene um die Früchte unserer Arbeit bringen. Wer die Spielregeln des Lebens kennt, lässt sich nicht mehr in jedes Spiel verwickeln, sondern spielt seines in eigener Verantwortung.“

Portrait Dr. med. Ruediger Dahlke

Dr. med. Ruediger Dahlke, geb. 1951, Medizinstudium in München, Weiterbildung in Naturheilweisen und Psychotherapie. 27 Jahre als Psychotherapeut in München und Johanniskirchen tätig, 2009 feierte das von ihm mitbegründete Heil-Kunde-Zentrum Johanniskirchen 20-jähriges Jubiläum. Heute als Fastenarzt, Seminarleiter und Vortragender international tätig. 2012 nimmt das von ihm mit gegründete Seminarzentrum TamanGa in Gamlitz in der Südsteiermark seine Arbeit auf.

Seine Bücher zu Psychosomatik unter Einbezug spiritueller Themen wie „Krankheit als Symbol“, „Depression – Wege aus der dunklen Nacht der Seele“ oder „Krankheit als Sprache der Seele“ sind Bestseller und liegen in 25 Sprachen vor. Die Trilogie der Bücher „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“, „Das Schattenprinzip“ und „Lebensprinzipien“ stellen zusammen mit den zugehörigen CDs die Grundlage des ganzheitlich-spirituellen Weltbildes dar.

Weitere Informationen unter www.dahlke.at und www.mymedworld.cc.