Interview mit Dr. med. Ruediger Dahlke

Doppelvortrag mit Dr. med. Ruediger Dahlke aus Anlass des 20-jährigen Jubiläums des „Gesundheitskreises Saarbrücken“

Dr. med. Ruediger DahlkeHerr Dr. Dahlke, wir kennen uns nun bereits über zwei Jahrzehnte. Vor zwanzig Jahren begann unsere Zusammenarbeit mit einem ausverkauften Vortrag. Die Resonanz auf Ihre Vorträge ist ungebrochen, die Themen bleiben aktuell. Was sagen Sie dazu?

Dr. Dahlke: Natürlich freue ich mich darüber und bin auch ein bisschen stolz, immer wieder Themen gebracht zu haben, die als Buch zu Bestsellern wurden und als Vortrag zu ausverkauften Häusern führten. Außerdem habe ich in Ihnen natürlich auch eine gute Organisatorin.

„Krankheit als Sprache der Seele, Krankheit als Symbol“ – in Ihrem Vortrag am 6. Mai wird es um dieses Thema gehen. Sind die Menschen inzwischen sensibel und offen geworden, was Krankheitsdeutung angeht?

Dr. Dahlke: Da hat sich sicher viel getan. Als wir anfingen, war die Deutung von Krankheitsbildern eine Außenseiterposition. Heute mache ich Fortbildungen für die deutsche Ärztekammer und schule bei der integralen Medizinausbildung Ärzte in ihrem Auftrag für den Zusatztitel „Naturheilverfahren“. Am schönsten finde ich es aber, wenn ich höre, wie jemand fragt: „Hast du schon im Dahlke nachgeschaut?“ und damit „Krankheit als Symbol“ meint. Dieses Buch steht heute in so vielen Haushalten und sorgt für die Integration der seelischen Ebene. Übrigens überarbeite ich das Buch auch nach 21 Auflagen weiterhin, da sich ja immer neue Krankheitsbilder ergeben, wie etwa Burn- und Bore-out, Panikattacken usw. In den ersten Auflagen waren dies noch gar keine Themen; damals zählte man allerdings auch noch Altersdiabetes zu einem Krankheitsbild, das heute schon Kinder haben. Insofern ist auch der Vortrag „Krankheit als Symbol“ längst nicht mehr derselbe.

„Heilung und Glück, aber wie?“ heißt es im zweiten Vortrag in Illingen. Oder auch „Medizin ohne Grenzen“. Verraten Sie inhaltlich schon ein wenig?

Dr. med. Ruediger Dahlke: Krankheit als SymbolDr. Dahlke: Das bei der Krankheitsbilderdeutung so bewährte Prinzip ist ja mit derselben Grundlage aus „Schicksalsgesetze“ und „Schattenprinzip“ auch auf alle möglichen anderen Lebenssituationen übertragbar. So kann jeder Widerstand zur Chance werden und Wachstum und Entwicklung ermöglichen. Insofern ist „Das Buch der Widerstände“ das natürliche Pendant zu „Krankheit als Symbol“, nur eben für die übrigen Probleme. Wenn wir die angehen und Widerstände auflösen kommt unser Leben in Fluss, und damit beginnt Glück – wie selbst die Forschung inzwischen erkannt hat.

Mit Ihrem neuen Buch „Peace-Food“ sowie veganer Ernährung machen Sie im Moment Schlagzeilen. Sie gewinnen dabei ein breites Publikum, aber es gibt auch viele Kritiker…

Dr. Dahlke: Ja, das war zu erwarten. „Peace-Food“ ist so ein einfacher Weg, sein eigenes und das Leben so vieler anderer Menschen, aber auch von Tieren zu erleichtern, dass diejenigen, die sich nicht dazu durchringen können, ziemlich projizieren und eigene Schuldgefühle auf andere schieben.
Hinzu kommt, dass diejenigen, die sich diesem Trend anschließen, der gerade zum neuen Lebensstil wird und das mit dem neuen Buch „Peace-Food – Italiano-vegano“ ab September auch propagiert, sonst jedoch noch nicht so viel von den Spielregeln des Lebens wissen und wiederum auf diejenigen losgehen, die bisher nicht vegan leben. Es wird noch einiges an Arbeit sein aufzuzeigen, dass niemand muss, aber jeder darf und dass im Projizieren nie eine Lösung liegt. Aber ich bin dran und freue mich darauf, klar zu machen, dass eben kein Widerspruch zwischen der Krankheitsbilderdeutung und der zugrundeliegenden Philosophie und pflanzlich-vollwertigem Essen im Sinne von „Peace-Food“ besteht. Andererseits müssen einige Veganer auch lernen, dass es nur über den Darm keinen Weg zur Erleuchtung gibt sondern es da schon noch mehr braucht. 

In Ihren Vortrag geht es um weit mehr. „Schicksalsgesetze“, „Schatten- und Lebensprinzipien“ kommen darin vor…

Dr. Dahlke: Ja, das ist eben die Basis, und zwar in jedem Fall, ob ich über Krankheitsbilder spreche oder über pflanzlich-vollwertige Ernährung. Ich kann mir ein Leben ohne diese grundsätzlichen Spielregeln des Lebens gar nicht mehr vorstellen und vermittle sie gern weiter.

Vor zwanzig Jahren waren Sie der erste  Referent des Gesundheitskreises. Das ist auch der Anlass, aus dem ich Sie – sozusagen als Dozent der ersten Stunde − zum Jubiläum eingeladen habe, diesmal an einem neuen Veranstaltungsort, der Illipse in Illingen. Schön, dass Sie immer wieder gerne kommen; die Saarländer schätzen Ihre Arbeit.

Dr. Dahlke: Ich danke Ihnen für diese Einladung und komme auch weiterhin gerne ins Saarland!

Herzlichen Dank für das interessante Interview!

Dr. Dahlke: Sehr gerne und bis dann zum Jubiläum!

Portrait Dr. med. Ruediger Dahlke

Dr. med. Ruediger Dahlke, geb. 1951, Medizinstudium in München, Weiterbildung in Naturheilweisen und Psychotherapie. 27 Jahre als Psychotherapeut in München und Johanniskirchen tätig, 2009 feierte das von ihm mitbegründete Heil-Kunde-Zentrum Johanniskirchen 20-jähriges Jubiläum. Heute als Fastenarzt, Seminarleiter und Vortragender international tätig. 2012 nahm das von ihm mit gegründete Seminarzentrum TamanGa in Gamlitz in der Südsteiermark seine Arbeit auf.

Seine Bücher zu Psychosomatik unter Einbezug spiritueller Themen wie „Krankheit als Symbol“, „Depression – Wege aus der dunklen Nacht der Seele“ oder „Krankheit als Sprache der Seele“ sind Bestseller und liegen in 25 Sprachen vor. Die Trilogie der Bücher „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“, „Das Schattenprinzip“ und „Lebensprinzipien“ stellen zusammen mit den zugehörigen CDs die Grundlage des ganzheitlich-spirituellen Weltbildes dar.

Weitere Informationen unter www.dahlke.at und www.mymedworld.cc.