ReferentInnen privat…

Fragen an…
Herrn Dr. med. Helmut Kolitzus aus München

Dr. med. Helmut KolitzusLieber Herr Dr. Kolitzus,
war Ihr Beruf Berufung – oder wollten Sie früher etwas ganz anderes werden?

Dr. Helmut Kolitzus: Ich wollte als Schüler Archäologe werden – Mittelamerika, Maya usw. – dann Filmemacher, später Arzt, Autor und Psychotherapeut. Das ist meine Berufung! Multiplikator und Einzelcoach.

Wie beginnt für Sie ein guter (Arbeits-) Tag?

Dr. Helmut Kolitzus: Am besten im Bett…Dann kann ich alles andere entspannt angehen. Eine Dusche und eine Tasse guter und starker Kaffee sind hilfreich.

Familie – was bedeutet das für Sie?

Dr. Helmut Kolitzus: Sehr viel! Ich wollte immer Kinder, bin selbst einer von vier Brüdern. Ich habe sieben Neffen und Nichten. Mein Sohn Matthias und meine Tochter Marlene: rein zufällig beide Mediziner. Gerade komme ich mit meiner neuen Frau vom 85. Geburtstag einer Tante, die – selbst ohne Familie (die Männer sind im Krieg geblieben) – immerhin vier Generationen zusammengebracht hat. Tolles Treffen, das auch der Jugend gefallen hat.

Welche Werte konnten Sie Ihren Kindern vermitteln?

Dr. Helmut Kolitzus: Ich hoffe Lebensfreude, Humor, Fleiß, Disziplin, Ehrlichkeit, Zuverlässigkeit und Neugier.

Welche Hobbys pflegen Sie?

Dr. Helmut Kolitzus: Klavier spielen, Filme schauen, Wandern, Schwimmen, Mountainbike fahren, Tennis.

Verraten Sie uns Ihre drei Lieblingsfilme?

Dr. Helmut Kolitzus: Schwierig für einen gelernten Filmemacher. Sagen wir Some like it hot Billy Wilder, Das Boot Directors Cut, Midnight in Paris Woody Allen, Barry Lyndon Stanley Kubrick.

Auf wen oder was reagieren Sie allergisch?

Dr. Helmut Kolitzus: Auf Katzenhaare – leider. Auf Handy-Quatscher oder andere aufdringliche Laut-Sprecher, z. B. im Lokal. Auf Menschen, denen Umweltprobleme egal sind.

Was würden Sie in Ihrem Leben heute (rückblickend) anders machen?

Dr. Helmut Kolitzus: Schwierige Frage! Fast nichts – und das möchte ich nicht verraten!

…und was immer wieder?

Dr. Helmut Kolitzus: Kinder großziehen, Klavierspielen lernen und mit anderen Musik machen, das Leibniz-Kolleg in Tübingen besuchen – und schließlich Medizin studieren und Bücher schreiben. Die Liebe stets im Auge behalten.

Was ist Ihre Lieblingslektüre, und was lesen Sie gerade?

Dr. Helmut Kolitzus: Ich lese viele Sachbücher und Artikel, um auf dem Laufenden zu bleiben. Die Deutschen und ihr Humor (G. Raeithel) nehme ich immer wieder zur Hand. Sponti-Sprüche gefallen mir (manchmal). Alles, was originell und humorvoll ist. Aktuell: mal wieder die Odyssee.

Haben Sie Haustiere?

Dr. Helmut Kolitzus: Leider nein, nur eine scheue Katze aus der Nachbarschaft, die mich immer wieder besucht.

Welche Musik mögen Sie ganz besonders?

Dr. Helmut Kolitzus: In meinem Buch „Das Antiburnout-Erfolgsprogramm“ gibt es eine Liste: Bach, Beethoven, Mozart, Brahms, Scarlatti, Schubert, Schumann, Chopin…

Wie sieht Ihr (tägliches?) Entspannungsprogramm aus?

Dr. Helmut Kolitzus: Zusätzlich zur Erotik?! Autogenes Training: hervorragend! Sollte in der Grundschule erlernt werden.

Welches Talent hätten Sie gerne?

Dr. Helmut Kolitzus: So gut Klavierspielen zu können wie Alfred Brendel – oder wie meine Tochter Marlene.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten – verraten Sie ihn uns?

Dr. Helmut Kolitzus: Außer dass meine Liebesbeziehung so weitergeht wie bisher, mit 85 geistig und körperlich so fit sein wie Dieter Hildebrandt (kenne ihn seit Jahren persönlich), der jedes Jahr noch 150 Vorstellungen absolviert, ein zweieinhalb Stunden langes Soloprogramm. Ach: dass mein nächstes Buch (wieder) ein Bestseller wird.

Ich danke Ihnen sehr herzlich für dieses Interview!

Dr. Helmut Kolitzus: Bitte! War mir ein Vergnügen.